Wenn Sie ein E-Book kaufen oder auf ein Gerät übertragen, bestimmt das Dateiformat mit, wie gut es sich lesen lässt und welche Geräte es öffnen können. Für Romane und viele Sachbücher ist EPUB meist die flexibelste Wahl. PDF erhält das Seitenlayout; AZW und AZW3 sind vor allem für Kindle relevant.

Ein flexibles Layout passt Zeilenumbrüche und Seiten an Bildschirm und Schriftgröße an. Ein festes Layout bewahrt die Anordnung auf jeder Seite. Welche Variante passt, hängt vom Inhalt und vom Reader ab.

Unterschiede zwischen EPUB, PDF und AZW

Format Darstellung Passt besonders zu Einschränkung
EPUB Der Text passt sich meist an Bildschirm und Schriftgröße an. Romane, Sachbücher und verschiedene Reader oder Lese-Apps Darstellung und unterstützte Funktionen hängen vom Gerät ab.
PDF Seiten und Elemente bleiben an festen Positionen. Formulare, Arbeitsblätter, Tabellen und stark illustrierte Bücher Auf kleinen Displays müssen Sie häufig zoomen oder seitlich scrollen.
AZW/AZW3 Formate aus Amazons Kindle-Familie Lesen im Kindle-Ökosystem Für den Austausch zwischen verschiedenen Marken ist EPUB meist praktischer.

EPUB für flexibles Lesen

Wenn Sie Romane oder fortlaufende Sachtexte lesen, ist EPUB meist eine gute Wahl. Sie können den Text meist vergrößern, ohne dass die Seite zu einem verkleinerten Druckblatt wird. Das ist auf kleinen Displays angenehm und hilft, wenn Sie Ihre Schriftgröße individuell einstellen möchten.

Viele Reader und Lese-Apps unterstützen EPUB, darunter Kobo-Reader und Apple Books. Dass eine Datei auf.epub endet, bedeutet jedoch nicht, dass sie auf jedem Gerät gleich aussieht. EPUB gibt es in verschiedenen Versionen und mit unterschiedlichen Layouts. Manche ältere Reader unterstützen beispielsweise nicht alle Funktionen neuerer EPUB-Dateien.

Auch Kindle-Besitzer können EPUB-Dateien über Amazons Dienst „Send to Kindle“ übertragen; Amazon verarbeitet die Datei für die Nutzung auf Kindle. Da sich eine EPUB-Datei per USB nicht direkt wie ein Kindle-Buch öffnen lässt, prüfen Sie den Übertragungsweg, bevor Sie eine Datei kaufen oder verschieben.

PDF für feste Seiten

PDF erhält die Seitengestaltung. Überschriften, Bilder, Tabellen und Text bleiben an ihren vorgesehenen Stellen. Das ist hilfreich, wenn die Seite selbst wichtig ist, etwa bei einem Formular, einem Arbeitsblatt, einem Comic oder einem Lehrbuch mit komplexen Abbildungen.

Auf einem großen Bildschirm lässt sich ein PDF oft gut lesen. Bei einem kleinen E-Reader wird die gesamte Seite dagegen häufig so stark verkleinert, dass der Text schwer zu erkennen ist. Dann müssen Sie den vergrößerten Ausschnitt auf der Seite verschieben. Für einen Roman, den Sie mit einer größeren Schrift lesen möchten, ist EPUB deshalb meist bequemer.

Einige PDF-Reader bieten eine Ansicht, die Text neu anordnet und in einer Spalte darstellt. Das Ergebnis hängt von der Struktur des Dokuments ab. Tabellen, Bilder oder Textbereiche ohne passende Kennzeichnung können dabei verrutschen oder fehlen. Ein gut strukturiertes PDF kann außerdem Funktionen für Barrierefreiheit enthalten, doch das hängt von der Aufbereitung der Datei ab.

AZW und AZW3 für Kindle

AZW und AZW3 gehören zu Amazons Kindle-Formatfamilie. AZW3 wird auch Kindle Format 8 genannt. Diese Formate sind vor allem relevant, wenn Sie Bücher auf Kindle-Geräten oder in Kindle-Apps lesen.

Wenn Sie ein Buch bei Amazon kaufen, zeigt der Kindle es im passenden Format an; normalerweise müssen Sie daher nicht selbst entscheiden, ob der Titel als AZW, AZW3 oder in einem anderen Amazon-Format vorliegt. Für eigene Dateien ist Send to Kindle ein gängiger Weg, EPUB-Dateien auf den Kindle zu übertragen. AZW ist deshalb selten die beste Wahl, wenn Sie ein Format suchen, das Sie möglichst unkompliziert zwischen verschiedenen Marken weitergeben möchten.

Welches Format passt zu Ihrem Reader?

Für einen Kobo-Reader oder Apple Books ist EPUB bei Romanen und den meisten Sachbüchern eine gute Wahl. Prüfen Sie bei älteren Geräten die unterstützte EPUB-Version. Bei anderen Readern sollten Sie vor dem Kauf prüfen, welche Formate der Hersteller unterstützt.

Auf einem Kindle sind Kindle-Bücher aus dem Amazon-Shop der direkte Weg. Eigene EPUB-Dateien senden Sie über Send to Kindle. Amazon nennt für diesen Dienst eine Dateigrenze von 200 MB; diese Angabe gilt für die Übertragung über Send to Kindle und nicht pauschal für jede Kindle-Datei oder jeden Übertragungsweg.

Für Formulare, Lehrmaterialien oder Bücher mit wichtigen Seitenumbrüchen wählen Sie PDF, sofern Ihr Reader das Format unterstützt und der Bildschirm groß genug ist. Auf einem kleinen Gerät sollten Sie vorab prüfen, ob sich das Dokument noch gut lesen lässt. Wenn Sie unsicher sind und hauptsächlich Fließtext lesen, ist EPUB meist die bessere erste Wahl.

Kopierschutz und Kompatibilität

Das Dateiformat und der Kopierschutz sind zwei getrennte Dinge. Ein DRM-Schutz, also eine digitale Nutzungssperre, kann verhindern, dass Sie eine Datei auf einem anderen Gerät öffnen, obwohl dieses EPUB oder PDF grundsätzlich unterstützt. Je nach Bezugsquelle unterscheidet sich die Übertragung: Ein geschütztes Buch lässt sich anders übertragen als eine frei nutzbare Datei.

Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf, welche Geräte der Anbieter unterstützt und ob das Buch einen Kopierschutz verwendet. Wenn Sie den Reader wechseln, zählt neben der Dateiendung auch, ob das neue Gerät oder die dazugehörige Lese-App die geschützte Datei öffnen darf.