Ebook Flatrate

Für Vielleser: Eine Flat aus Ebooks

Eine klassische Ebook Flatrate gibt es selten. Der Grundgedanke, für einen vereinbarten Betrag, ähnlich wie im Bereich Telefonie oder Musik, unbegrenzten Zugriff auf ein bestimmtes Produkt zu erhalten, setzt sich in der Ebook-Branche allmählich durch. Erst im Oktober 2014 stieg mit Amazon ein international agierendes Unternehmen in den deutschen Markt ein. Usern soll es möglich gemacht werden für einen monatlichen Grundbetrag so viele Bücher als möglich herunterzuladen. Obwohl die Kosten für die digitalen Werke niedrig sind und der durchschnittliche Leser es nur selten schafft mehr als drei pro Monat zu lesen, nehmen viele dieses Angebot dankend an.

Auch wenn sich die Flatrate-Kosten nicht immer mit der Nutzung decken, birgt die Pauschale einen immensen Pluspunkt: Ebook-Konsumenten können damit ihre Ausgaben für Bücher genau überblicken. Außerdem macht alleine die Möglichkeit, sich mit Büchern geradezu einzudecken glücklich. Ob man diese Option tatsächlich nutzt, steht auf einem anderen Blatt.

Bei vielen Flats geht es ums Verleihen

Nicht überall wo mit einer Ebook Flatrate geworben wird, erhält der Kunde auch eine ebensolche. Anbieter wie 24symbols oder skoobe überschreiben ihren Usern nur ein zeitweiliges Nutzungsrecht für die besten Ebooks. Wer sich nicht daran stört, dass Krimi, Liebesgeschichte oder Fantasy-Roman nicht dauerhaft gespeichert und immer wieder gelesen werden können, wird diese Flat auch als ebensolche verstehen lernen. Die meisten Flat-Verleihangebote sind allerdings nicht mit Ebookreadern kompatibel und können nur via App auf das Tablet oder das Mobiltelefon heruntergeladen werden. Die Qualität derselben hat sich zwar in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert, doch vermögen die meisten Smartphones nicht mit der anti-blend Lesefläche und der Blättergeschwindigkeit eines spezialisierten Ereaders mitzuhalten.

Gegen Piraterie

E-Books & -Reader

Mit einer Ebook Flatrate kann dem illegalen Veräußern und Verleihen von Büchern entgegengewirkt werden. Der zu entrichtende Betrag ist tendenziell günstig und auch für Geringverdiener problemlos tragbar. Das Risiko, sich durch illegale Downloads strafbar zu machen, rechnet sich nicht mehr. Obwohl viele Verlage und Schriftsteller nicht von dem Gedanken angetan sind, dass ihre künstlerische Tätigkeit als All-Inklusive-Paket verramscht wird, haben sie die Vorteile der Flatrate erkannt. Auch die Onleihe, das Ebook-Verleihportal der bundesdeutschen Stadtbibliotheken greift diese Idee auf. Dort dürfen Sie für maximal zwei Wochen elektronische Literatur ausleihen, die allerdings nur in begrenzter Anzahl vorhanden ist. Sind alle zehn bei einem Verlag erworbenen Exemplare vergriffen, muss sich auf eine Warteliste eingetragen werden. Ganz genauso also würden Sie tatsächlich in der Bibliothek stehen. Allerdings sind die digitalen Bücher im Gegensatz zu ihren analogen Pendants garantiert frei von Eselsohren und Kaffeeflecken des Vorgängers.